Die Rote Straße – eine starke Gemeinschaft seit vier Jahrzehnten!

Wenn man heute die begeisterten Touristen durch die Rote Straße bummeln sieht und das häufige Klicken der Fotokameras hört, kann man sich kaum vorstellen, dass es hier einmal ganz anders ausgesehen hat. Den maroden, alten, leerstehenden Kaufmannshöfen und vielen Speichergebäuden drohte der Abriss und eine Neubebauung wäre die logische Konsequenz gewesen.

Wie alles begann: Sanierungsstart in den 60er Jahren

Günter Kruse war einer der ersten, der mit viel Mut, Schweiß und Idealismus den Hof saniert hat, der heute seinen Namen trägt. Die gelungene Wiederinstandsetzung des Krusehofs war der Startschuß für Hans-Jörgen Warnke und die Familien Hansen, Braasch und Berking, die dem Kleinod Rote Straße ihr heutiges Gesicht gegeben haben.

Da man im Süden der Stadt nicht zum staatlich geförderten Sanierungsgebiet gehörte, schlossen sich die Immobilienbesitzer zusammen, um mit eigenen Mitteln für die Wiederherstellung der ursprünglichen Kopfsteinbepflasterung und einer dem Gesamtbild entsprechenden Straßenbeleuchtung zu sorgen. Ende der 90er Jahre wurde die Baulücke zwischen der Roten Straße und dem Rote Straße-Parkhaus geschlossen. Hier investierte Thomas Liebelt in eine Neubebauung, die sich harmonisch in das Gesamtbild der Straße einfügt. Zuletzt sanierte Architekt Kay Messner den ehemaligen Klosterkrug (heute Fischmanufaktur) und die Bert-Mettmann-Stiftung erwarb das Gewerkschaftshaus Rote Straße 1 und sorgte für die Attraktivierung der großen Ladengeschäfte im Erdgeschoss.

Gemeinsame Ideen durch gemeinsame Interessen

Über die Jahre hinweg entstand in der Roten Straße eine starke Gemeinschaft, die es nicht nur verstand, architektonische Glanzlichter zu setzen, sondern mit viel Kreativität und Fröhlichkeit, mit Straßen- und Hoffesten und anderen Veranstaltungen immer wieder Stadtgespräch zu sein.

Die Gemeinschaft der Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und Immobilienbesitzer hatte aber auch schon früh erkannt, dass es nötig war, sich angesichts wachsender Konkurrenz durch große Einkaufszentren am Stadtrand und der Entwicklung des Online-Handels neu und geschlossen zu positionieren. Den Aktiven war früh bewusst, dass für Flensburg der Tourismus ein (immer noch) wachsender Wirtschaftsfaktor ist, auf den es sich einzustellen galt. Die Interessengemeinschaft, die aus mehr als 2/3 der Firmen und Institutionen in der Straße besteht, und damit einen Organisationsgrad wie keine andere IG in Flensburg hat, hat sich deswegen langfristige strategische Ziele für den Erfolg ihrer Straße im Ganzen gesetzt und ist diese gemeinsam angegangen.

Die IG Rote Strasse e.V. – ein gewachsenes Finanzierungskonzept

Im Jahre 2000 wurde ein Finanzierungskonzept realisiert, dass überregionale Werbemöglichkeiten erschließen sollte. Die Alleinstellungsmerkmale und die Besonderheiten wurden herausgearbeitet und gezielt und intensiv beworben. Es wurden verschiedene gemeinsame Aktionen ins Leben gerufen und auch das Engagement im Stadtgeschehen wieder verstärkt. So sorgte die IG Rote Straße e.V. für die Anpflanzung von Buchenhecken auf städtischen Flächen am Parkplatz vor dem Rathaus, für das Aufstellen von Fahnenmasten, die Anpflanzung und Pflege von Rosen usw.

Der Startschuss im Jahre 2000 gelang mit vielen eindrucksvollen Maßnahmen, mit denen die Rote Straße ihrer Zeit weit voraus war, mit denen sie für starke Aufmerksamkeit sorgte und von denen sie z.T. bis heute profitiert.
Wer erinnert sich nicht gerne an z.B. den Kino-Werbefilm, die Beklebung einer ganzen Flensburger Taxiflotte mit Punkten und Logo, gemeinsame Tragetaschen, Regenschirme und Aufkleber, Postkarten für Urlauber, das „Rote-Straße-Extrablatt“, Einkaufsgutscheine, Bonbons, Overalls, Bauchläden, eine Straßen-Ausstellung über die Entwicklung der Straße, die Aktionen „Primelfest“, „Kinderfest“, „Herbstmarkt“, „Längste Kaffeetafel der Stadt“, „IG-Fussballturnier“, „Lebendiger Adventskalender“, den „Lucia-Umzug“ und vieles mehr …
Das Finanzierungsmodell orientierte sich an der Größe und Lage der Geschäfte und Firmen und beruhte auf der freiwilligen Selbsteinschätzung in vier Stufen. Die Mitglieder waren und sind von Sinn und Zweck der Möglichkeiten einer gemeinsamen Werbung überzeugt – und dazu gehören auch, damals wie heute, Rechtsanwälte, Steuerberater und andere Dienstleister.

Immer pro Flensburg – auch für das Stadtmarketing

Die IG Rote Straße e.V. hatte sich ein Konzept erarbeitet, als das Flensburger Stadtmarketing noch in den Kinderschuhen steckte. Im Kern war sie eine kleine und freiwillige Vorstufe dessen, was in Hamburg am Neuen Wall mit BID und in Flensburg am Holm mit PACT realisiert worden ist. Seit Jahren ist die IG Rote Straße e.V. für andere IGs – nicht nur in Flensburg – ein Vorbild.

Dabei war es nie das Ziel, dem Flensburger Stadtmarketing Konkurrenz zu bieten, sondern es zu unterstützen. Schon Anfang der 2000er Jahre unterstützte die IG aus dem gemeinsamen Topf den ersten Stadtmanager. Später beteiligte sie sich konstruktiv an den „Runden Tischen“ des ehemaligen Flensburger City Managements und unterstützte auch die Entwicklung eines Innenstadtmarketingkonzeptes aus der Feder von IHK und Stadt Flensburg.

Neuausrichtung ab 2008

Seit 2008 gibt es nur noch einen einheitlichen Beitrag in Höhe von umgerechnet 50,- Euro im Monat für alle Mitglieder – unabhängig von Größe und Lage des jeweiligen Geschäftes.

Damit sollten die Kosten gerechter verteilt werden, das Gesamtbudget für Aktionen und Werbung wurde dadurch aber auch deutlich kleiner.

Diesem Umstand tragen Vorstand und Mitglieder der IG Rote Straße e.V. seither Rechnung mit wohlüberlegter Planung. Aus dem Budget werden heute vor allem der Internetauftritt, einzelne Werbemaßnahmen in überregionalen Magazinen (auch im für Flensburgs Einzelhandel und Gastronomie so wichtigen Dänemark) finanziert, sowie ausgewählte kleinere Aktionen, wie z.B. der jährliche „Lucia-Umzug“ im Dezember oder das Danke-Frühstück.

Die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung sowie für die Hecken- und Rosenpflege wurde auf alle Anrainer der Straße umgelegt und somit auf mehr Schultern verteilt.

Die Aktivitäten der Roten Straße insgesamt werden auch in Zukunft die Werbung und die Aktivitäten eines jeden einzelnen Geschäftes nicht ersetzen. Sie sorgen aber weiterhin für ein sehr gutes gemeinsames Auftreten mit überregionaler Strahlkraft.

Sensationelle Bewertung auf Reiseportal „tripadvisor“

In den letzten Jahren wechseln sich die Rote Straße und der Historische Hafen Flensburg bei der Belegung von Platz 1 und 2 unter den „Top-Sehenswürdigkeiten in Flensburg“ ab.
Das beweist zum einen die Attraktivität der Straße und ihres Sortiments.
Zum anderen zeigt es, dass die rechtzeitige Ausrichtung auf den Tourismus und alle Anstrengungen, den potentiellen Gästen in Nah und Fern den Weg zu uns zu zeigen, richtig war und Früchte getragen haben. Mehr geht nicht!

Die Vorteile einer Mitgliedschaft in der IG Rote Straße e.V.

  1. Sie sind Mitglied einer starken Gemeinschaft, auf deren Meinung Wert gelegt wird, die einen sehr guten Ruf in der öffentlichen Wahrnehmung und bei Stadtverwaltung, Politik, Wirtschaft und Kultur genießt.
  2. Sie haben die Möglichkeit der demokratischen Mitbestimmung. Bei Mitgliederversammlungen und erweiterten Vorstandssitzungen können Sie als Mitglied und/oder als gewähltes Vorstandsmitglied aktiv das Geschehen in der Roten Straße mitgestalten.

     

  3. Sie machen mit Ihrer Mitgliedschaft Gemeinschaftsaktionen der IG Rote Straße e.V.
 möglich, können daran selbst teilnehmen und sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten dabei präsentieren.

     

  4. Sie können in Anzeigenkollektiven der IG Rote Straße e.V. werben. Das Auftreten als Gruppe unter dem gemeinsamen Logo und in Verbindung mit starken Fotos und Texten garantiert Ihrer eigenen Anzeige eine größere Aufmerksamkeit.

     

  5. Sie profitieren von den Gemeinschafts-Veranstaltungen und der Gemeinschaftswerbung für Ihr eigenes Unternehmen durch besonders ausgehandelte Preise, die nur für Gruppen möglich sind.

     

  6. Als Mitglied können Sie das markenrechtlich geschützte Logo der Roten Straße und den Rote Straße-Punkt, beides Markenzeichen unserer Straße und weit über Flensburgs Grenzen hinaus bekannt, für Ihre Außendarstellung nutzen, z.B. in Ihren Anzeigen, auf Ihrem Briefpapier, auf Ihrer Internetseite, etc.

     

  7. Sie erhalten die Möglichkeit, sich auf der Internetseite der Roten Straße zu präsentieren (Firmendarstellung, Veranstaltungstermine, Angebote, etc.) und einen Link auf Ihre eigene Homepage zu setzen.

     

  8. Sie erhalten die Möglichkeit, sich im dreisprachigen Folder der Roten Straße mit einem Firmeneintrag (Text + Foto) zu präsentieren. Dieser wird alle ein bis zwei Jahre aktualisiert und in einer Auflage von 30.000 Stück neu produziert und mit dem „Flensburg Programm“ an relevante Adressen in Handel und Tourismus in Schleswig-Holstein und Dänemark verteilt.

     

  9. Und außerdem: Sie können Ihre Wertstoffe (Papier & Pappe) in der Roten Straße
kostengünstig entsorgen lassen.
 

Sie sehen also, es gibt viele Vorteile, Mitglied in dieser starken
Flensburger Gemeinschaft zu sein! Herzlich willkommen in der IG Rote Straße e.V.!